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Erfahrung mit MVP’s (interne Projekte)

Wir bei Shadet konnten auf Grund einiger unserer internen Projekte mehrfach feststellen, wie schwer es doch ist, einen MVP zusammenzustellen. Jedes Mal nahmen wir uns eine zu große Menge an Features vor und kamen einfach nicht dazu die aktuelle Version unserer Webanwendung live zu stellen.

Das scheiterte vor allem daran, dass wir immer wieder den Release verschoben haben und uns einredeten, dass wir nur noch diesen einen Bug fixen müssen oder ohne dieses Feature unsere Anwendung es einfach nicht wert ist released zu werden.

Wozu führte das Ganze? Weil wir uns nicht auf die Kernfeatures konzentriert haben,  wurde die Webanwendung von uns letztlich vollständig eingestampft. Da die Plattform niemals released wurde, hatten wir zu keinem Zeitpunkt Feedback von Anwendern.

Bei einem kürzlich releasten MVP von uns, einer Basis Dating-App, die ein Random-Matching von zwei Nutzern per Land & Geschlecht ermöglicht, ist es uns das erste Mal gelungen einen echten MVP zu erstellen.

Wir haben uns bei der Entwicklung dieser App auf die Kernfunktionalitäten konzentriert. Anstatt beispielsweise mit einem Userprofil zu beginnen, was natürlich irgendwann für eine gute Dating-App notwendig ist, haben wir uns auf das Minimalste konzentriert. Die App muss auch nicht perfekt aussehen, wenn das Featureset stimmt, verzeiht der Nutzer ein minimalistisches Design, das später jederzeit nachgezogen werden kann. Sogar auf die Implementierung einer Authentifizierung haben wir zunächst verzichtet.

Um einen Stand zu haben, den wir releasen können genügten die „Features“ Chat & Random Matching. Damit war die App benutzbar. Natürlich ist diese App noch nicht perfekt, aber jetzt kann Feedback in einer Liveumgebung eingeholt werden und seien es nur vorher nicht aufgetretene Crashes.

So kann ein MVP geplant aussehen:

Was gilt es daraus zu lernen?

  • Feedback von Anwendern/anderen Personen einholen
  • Auf die Kernfeatures konzentrieren
  • Design ist erstmal zweitranging
  • Erkennen wann die App benutzbar wird

In Deutschland gibt es generell ein Problem mit MVPs, da hier zu perfektionistisch vorgegangen wird. Wenn released wird, muss alles perfekt sein. Warum gibt es dann so viele große Player wie Google, Facebook und viele weitere in den USA?

Ganz einfach. Sie waren die Ersten. Haben diese Firmen Konkurrenten? Durchaus, aber auf dem Technikmarkt gewinnt der Erste. Ein gutes Beispiel hierfür ist WhatsApp. Es gibt unzählige bessere, alternative Messenger-Apps als WhatsApp. Die Anwender sind aber zumeist faul und bleiben bei dem was sie kennen.

Also: Die Lösung muss nicht perfekt sein, aber versuchen Sie der Erste zu sein!

Gibt es in Ihrer Firma auch Probleme einen MVP zu schnüren und dann letztendlich auch live zu stellen, weil sich einige dagegen sträuben und/oder man sich nicht dazu überwinden kann?

Veröffentlicht in Projektmanagement

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